„Rechte der Kinder im Kontext häuslicher Gewalt und Umgangsrecht“

World Café, häusliche Gewalt
Beim ersten gemeinsamen Arbeitskreis in 2026 kamen Bereitschafts- und Dauerpflegeeltern zusammen, um sich auszutauschen und wertvolle Informationen zu aktuellen und relevanten Themen zu erhalten. In lockerer Atmosphäre startete das Treffen mit einem Überblick über die anstehenden Angebote und Termine von ZePI für das kommende erste Halbjahr. Anschließend folgte ein fachlicher Input zum Thema „Rechte der Kinder im Kontext häuslicher Gewalt und Umgangsrecht“. Zu Beginn wurde der Begriff „häusliche Gewalt“ eingeordnet und definiert. Darauf aufbauend beleuchtete der Vortrag mögliche Verhaltensweisen von Kindern vor einem Umgang, währenddessen und nach Umgangskontakten. Abschließend standen aktuelle rechtliche Entwicklungen im Fokus, die sich mit Umgangsregelungen im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt befassen. Dabei wurde deutlich herausgestellt, dass das Kindeswohl stets oberste Priorität hat. Bereichert wurde der Vortrag durch die aktive Beteiligung der Pflegeeltern, die eigene Erfahrungen und Perspektiven einbrachten. Im weiteren Verlauf hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich im Rahmen der Methode World Café intensiver mit der Thematik auseinanderzusetzen und eigene Haltungen, Erfahrungen und Fragestellungen zu reflektieren. In wechselnden Kleingruppen wurde zu verschiedenen Fragestellungen diskutiert. „Wie bereite ich das Kind auf den Umgang vor - was hat sich da bewährt?“, „Wie geht es mir damit zu wissen, dass ein Elternteil Gewalt ausgeübt hat, wenn ich ihm im Umgang begegne?“, „Wie erlebe ich das Kind im Umgang und danach“ und „wo sehe ich meine Aufgabe im Umgang“, waren die Kernfragen, die diskutiert wurden. Im abschließenden Plenum entstand ein lebendiger und vielfältiger Austausch über unterschiedliche Haltungen gegenüber Eltern, der eigenen Rolle im Umgang und den Reaktionen der Kinder auf Umgänge. Neue Perspektiven sowie der offene Dialog stärkten die Teilnehmenden darin, das eigene Handeln zu reflektieren und sich zugleich in ihrem bisherigen Weg bestätigt zu fühlen. Der Dialog war wie immer auch eine wertvolle Bereicherung und Rückmeldung für die Arbeit der Fachberatung.